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Sprachbild

Sprachbilder sind bildhafte Figuren und gehören innerhalb der Literaturwissenschaft in das Spezialgebiet der Stilistik. Sie verfolgen den Zweck, eine anschaulichere Darstellung eines mehr oder minder komplexen Sachverhaltes zu ermöglichen. Die meisten Sprachbilder sind in der mündlichen Sprache spontan entstanden und wurden bereits in der Antike von Gelehrten gesammelt und klassifiziert.

Es gibt keinen klaren Unterschied zum Tropus. Beide Formen – Tropus und Sprachbild - sind bildhafte Figuren, die einen Teilbereich der Stilistik abdecken. Als Faustregel zur Unterscheidung gilt jedoch: Beim Tropus wird immer ein gemeinter Ausdruck durch einen bildhafteren ersetzt (ein berühmtes Beispiel ist die Metapher). Das Sprachbild lässt sich dagegen als ein Spiel mit den Wörtern und ihren Bedeutungen bezeichnen. Ihren besonderen Reiz erhalten viele Sprachbilder durch die unerwartete Verknüpfung von Wörtern, die sich im Grunde widersprechen, z. B. „feuchttrockene“ Gummistiefel oder „himmlischhöllisches“ Premierenkonzert.

Sprachbilder können aber auch als verkürzter Vergleich? eingesetzt werden: Die Äußerung „Dieser Streifen Land sieht aus wie eine Zunge“ meint: „Diese Landzunge reicht weit ins Meer hinein.“ Weitere Fälle sind bildhafte Ausdrücke wie Tischbein oder Bergrücken.

Die einzelnen Sprachbilder


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