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Ingeborg-Bachmann-Preis

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Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist einer der bedeutendsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Er wurde 1976 von der österreichischen Stadt Klagenfurt (das ist die Geburtsstadt Ingeborg Bachmanns) und dem Österreichischen Rundfunk gestiftet. Seit 1977 wird der Ingeborg-Bachmann-Preis jährlich in der letzten Juni-Woche in Klagenfurt für deutschsprachige erzählende Prosa verliehen. Das Preisgeld beträgt derzeit 25.000 Euro.

Im Rahmen eines dreitägigen Wettbewerbs, der seit 2000 unter dem Namen „Tage der deutschsprachigen Literatur“ stattfindet, lesen geladene jüngere Autoren aus noch nicht veröffentlichten Werken?. Die Autoren präsentieren ihre Texte vor Publikum, Presse, Fernsehen (live) und via Internet (live). Über den Text urteilt in öffentlicher Diskussion eine mehrköpfige Experten-Jury, die von den Veranstaltern und der Stadt Klagenfurt nominiert wird. Der Autor hat die Möglichkeit, seine Meinung in die Diskussion einzubringen.

Der Preis ist dem Gedenken an die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) gewidmet, die mit ihren Hörspielen?, Gedichten, Erzählungen und Romanen die Entwicklung der deutschsprachigen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg nachhaltig beeinflusst hat. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Ulrich Plenzdorf (1978), Katja Lange-Müller (1986), Franzobel (1995), Sibylle Lewitscharoff (1998), Kathrin Passig? (2006) und Lutz Seiler (2007).

Im Anschluss an den Wettbewerb 2008 stellte Dirk Knipphals? in der Tageszeitung "taz" fest, dass sich im Vergleich zu den Anfängen einiges verändert habe: "In Klagenfurt lesen keine verhuschten jungen Frauen mehr, keine Möchtegern-Genies und auch keine irgendwie lichtscheuen Gestalten, die man deshalb dafür bestaunt, dass sie zehn Meter von ihren Schreibtisch entfernt sofort lebensuntüchtig wirken." Die Autoren könnten mittlerweile richtig gut vorlesen, und insgesamt sei der Wettbewerb dabei, "ein weiteres Instrument zur Erzeugung medialer Aufmerksamkeit für die deutschsprachige Literatur" zu werden.

Weblink zu den diesjährigen Autoren

Im Laufe der Jahre sind weitere Literaturpreise hinzugekommen, die ebenfalls vor Ort an die geladenen Autoren verliehen werden:

Hinweise für Bewerber

Für Bewerber gelten unter anderem folgende Regeln:

  • Zum Wettbewerb zugelassen sind ausnahmslos unveröffentlichte deutschsprachige Prosatexte (keine Übersetzungen) von maximal 30 Minuten Lesedauer.
  • Die Texte dürfen ausnahmslos in keiner Form und/oder Bearbeitung veröffentlicht oder zuvor bei ähnlichen Wettbewerben eingereicht worden sein. Auch eine öffentliche Lesung gilt als Veröffentlichung.
  • Die Auswahl der Autoren obliegt ausnahmslos der Jury. Interessierten steht es frei, sich mit einem Text an ein oder mehrere Jurymitglieder zu wenden. Die schriftliche Empfehlung eines Verlages oder einer Literaturzeitschrift? ist für die Bewerbung zwingend erforderlich.
  • Es ist nicht vorgesehen, dass Einsendungen beantwortet, kommentiert oder zurückgesandt werden.

Liste der Preisträger

2011

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2010

2009

2008

2007

  • Lutz Seiler „Turksib“
  • Telekom-Austria-Preis: Thomas Stangl? „Ohne Titel ohne Ende“
  • 3sat-Preis: PeterLicht? „Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends“
  • Ernst-Willner-Preis: Jan Böttcher? „Freundwärts“
  • Publikumspreis: PeterLicht? „Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends“

2006

2005

2004

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1994

1993

1992

1991

1990

1989

1988

1987

  • Uwe Saeger? „Ohne Behinderung, ohne falsche Bewegung“
  • Stipendium der Kärntner Industrie: Anna Langhoff? für die vier Texte „Das Notschlachtmesser in meiner Brust“, „Tausend Meter Herzsprung“, „Nordsees Odysseus“, „Die Notwendigkeit“
  • Ernst-Willner-Stipendium: Irina Liebmann „Hast du die Nacht genutzt?“
  • Den Literaturförderungspreis der Stadt Dachau vergaben die Autoren zu gleichen Teilen an das Dokumentationszentrum des Bundes jüdischer Verfolgter des Naziregimes in Wien und an die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes

1986

1985

1984

1983

1982

1981

1980

1979

1978

1977

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