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Hacke, Axel

Axel Hacke (geb. 20. Januar 1956 in Braunschweig) ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist. Er lebt mit seiner Familie in München und dem Chiemgau.

Leben und Schreiben

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Axel Hacke wurde am 20. Januar 1956 in Braunschweig geboren, wo er auch aufwuchs. Sein Vater war Verwaltungsdirektor und seine Mutter Krankengymnastin. Er besuchte die Volksschule und dann das Wilhelm-Gymnasium in Braunschweig, wo er 1974 das Abitur machte. Nach dem Wehrdienst begann er 1976 ein Studium in Göttingen, wechselte dann aber bald nach München an die Deutsche Journalistenschule. Außerdem studierte er Politische Wissenschaften und machte 1981 seinen Magisterabschluss.

Seine berufliche Laufbahn begann Axel Hacke 1981 als Sportredakteur bei der „Süddeutschen Zeitung“, später wurde er politischer Reporter und „Streiflicht“-Autor. Das „Streiflicht“ ist eine beliebte Kolumne? in der „Süddeutschen Zeitung“, die dort seit 1946 täglich auf der ersten Seite? oben links erscheint. Diese Kolumne wurde mittlerweile zu einem Synonym? für humorvoll-unterhaltende Berichterstattung. 2003 wurde das „Streiflicht“ übrigens mit dem Deutschen Sprachpreis? der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache ausgezeichnet. Hacke war jedoch nicht nur Kolumnist, er schrieb auch große Reportagen, Berichte und Porträts.

Im 1990 gegründeten „SZ-Magazin“ betreute Axel Hacke den populären „Kleinen Erziehungsberater“ und „Das Beste aus meinem Leben“, daneben schrieb er Kolumnen für den Berliner „Tagesspiegel“ („Und was mache ich jetzt?“) sowie für den Bayerischen Rundfunk („Geschichten wie Du und Ich“), die ebenfalls großen Anklang beim Publikum fanden. Kollegen und Leser feierten Hacke als launigen Spötter und Meister der geschliffenen Formulierung. Hacke selbst verglich seine Kolumnen mit guten Songs, die von einem unverwechselbaren Ton getragen würden und dem Hörer noch lange im Ohr blieben.

„Nächte mit Bosch“ (1991)

Seit 2000 ist Axel Hacke als Kolumnist und Schriftsteller freiberuflich tätig. Viele seine Bücher avancierten zu Bestsellern? und wurden zudem in zahlreiche Sprachen übersetzt?. Der Künstler Michael Sowa? lieferte häufig kongeniale Zeichnungen zu den Texten?. Erste Erfolge als Schriftsteller feierte Hacke bereits mit dem skurrilen Geschichtenbuch „Nächte mit Bosch“ (1991), in dem ein sprechender Kühlschrank mit eiskaltem Verstand die Leser amüsiert. Der sprechende Kühlschrank Bosch wurde übrigens eine von Hackes populärsten Figuren. Es folgte „Der kleine Erziehungsberater“ (1992) – ein ebenso witziges wie praktisches Erste-Hilfe-Buch für (gestresste) Eltern und solche, die es vielleicht noch werden wollen.

„Mein Alltag als Mann“ (1998)

Mit „Hackes Tierleben“ (1995) und „Hackes kleines Tierleben“ (2000) verfasste Axel Hacke eine Tierkunde der lustigen und kurzweiligen Art. Mit philosophischem Tiefgang erklärt er unter anderem, wie der Hase zum Angsthasen wurde und wie es ist, eine Schabe zu sein, voller Sehnsucht nach Nähe zum Menschen und so grausam von ihm bestraft. Weitere sehr erfolgreiche Bücher aus dieser Zeit sind: „Ich hab’s euch immer schon gesagt. Mein Alltag als Mann“ (1998), „Auf mich hört ja keiner“ (1999) und „Ich sag’s euch jetzt zum letzten Mal“ (2000). Alle drei Bücher bündeln Kolumnen, die zuvor in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlicht wurden.

„Das Beste aus meinem Leben“ (2002)

Eine Sammlung von humoristischen Glanzlichtern erschien 2002 unter dem Titel „Das Beste aus meinem Leben“. Der Band enthält knapp hundert von Hackes besten Kolumnen und lieferte zudem den Stoff für eine 8-teilige ARD-Vorabendserie, die mit Oliver Mommsen und Elena Uhlig in den Hauptrollen gedreht wurde. Der Erfolg der Serie war allerdings bescheiden – wohl deshalb, weil die Drehbuchautoren vor allem auf Klamauk aus waren und bei der Adaption wenig Spürsinn für Hackes ernsthaft-philosophischen Grundton bewiesen.

„Der weiße Neger Wumbaba“ (2004)

Im Jahr 2004 veröffentlichte Axel Hacke sein bislang erfolgreichstes Buch: „Der weiße Neger Wumbaba“ ist, so verrät der Untertitel?, ein „Kleines Handbuch des Verhörens“ und bündelt ebenso haarsträubende wie witzige Missverständnisse bei Liedtexten. Das Buch ist unter freundlicher Mithilfe von Hackes Lesern entstanden und führte den Autor bereits kurz nach Erscheinen auf eine ausgedehnte Lesereise? durch Deutschland, nach Österreich und in die Schweiz.

Die Idee hinter dem Buch: Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene sind wahre Weltmeister im Verhören und Falschverstehen. Das allein beweist schon der „wunderbare“ Buchtitel: Das Gedicht? „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius?, dessen vertonte Verse „und aus den Wiesen steiget / der weiße Nebel wunderbar“ das Gehirn eines Musikenthusiasten kapriolenhaft verwandelte: „und aus den Wiesen steiget / der weiße Neger Wumbaba“. Das Buch entwickelte sich zu einem Dauergast in den Bestellerlisten?. Und die Leser bekamen nicht genug: Immer neue Verhör-Protokolle landeten auf Hackes Schreibtisch?, so dass Axel Hacke die beiden Folgebände? „Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück“ (2007) und „Wumbabas Vermächtnis“ (2009) veröffentlichte.

„Wortstoffhof“ (2008)

Weitere Bücher von Axel Hacke sind das Kinderbuch? „Ein Bär namens Sonntag“ (2001), der Sammelband „Deutschlandalbum“ (2004) und „Wortstoffhof. Sprachgeschichten von Äh bis Zeitfenster“ (2008). Vor allem „Wortstoffhof“ wurde von der Kritik mit viel Lob aufgenommen. In der „Zeit“ erschien eine begeisterte Rezension und Axel Hacke wurde vom Rezensenten kurzerhand zum „Worteverehrer“ und „Worteküsser“ erhoben, der den Leser ohne pädagogischen Impetus unterhalte.

Axel Hacke ist mit der Sängerin und Drehbuchautorin Ursula Mauder verheiratet. Sie leben in München und dem Chiemgau und haben vier Kinder.

Übrigens ...

stand Axel Hackes „Der kleine Erziehungsberater“ zwei Jahre lang auf der „Spiegel“-Bestsellerliste?.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

  • Nächte mit Bosch. 18 unwahrscheinlich wahre Geschichten. EA 1991. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1994, ISBN: 978-3423119429
  • Der kleine Erziehungsberater. Mit Bildern von Michael Sowa. EA 1992. Antje Kunstmann Verlag, München 2006, ISBN: 978-3888974489
  • Ich hab’s euch immer schon gesagt. Mein Alltag als Mann. EA 1998. Antje Kunstmann Verlag, München 2004, ISBN: 978-3888972010
  • Das Beste aus meinem Leben. EA 2002. Antje Kunstmann Verlag, München 2006, ISBN-13: 978-3888974595
  • Der weiße Neger Wumbaba. Kleines Handbuch des Verhörens. EA 2004. Antje Kunstmann Verlag, München 2004, ISBN: 978-3888973673
  • Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück. Zweites Handbuch des Verhörens. EA 2007. Antje Kunstmann Verlag, München 2007, ISBN: 978-3888974670
  • Wortstoffhof. EA 2008. Antje Kunstmann Verlag, München 2008, ISBN: 978-3888975080
  • Wumbabas Vermächtnis. Drittes Handbuch des Verhörens. EA 2009. Antje Kunstmann Verlag, München 2009, ISBN: 978-3888975554

Hörbücher

  • Auf mich hört ja keiner. CD. Antje Kunstmann Verlag, München 2004, ISBN: 978-3888972522
  • Der weiße Neger Wumbaba. CD. Antje Kunstmann Verlag, München 2005, ISBN: 978-3888973994
  • Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück (Live). CD. Antje Kunstmann Verlag, München 2007, ISBN: 978-3888974731

Sekundärliteratur

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